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Poledance ist Therapie
„Der Polesport hat etwas in mir wiederbelebt, von dem ich dachte, dass es für immer gestorben wäre....!“ – so ein Zitat einer Kundin, welches Ähnlichkeit mit verschiedenen anderen Aussagen
aufweist. Da werden die Kursstunden als wöchentliche Auszeit des Alltags beschrieben, als Ort, wo man ganz man selbst sein kann, als Zeit, die man nur persönlich für sich nutzt. Man bemerke, wie sich
das Selbstvertrauen wieder einstellen würde, wie sich die Körpersprache hin zu Aufrichtigkeit und Stolz verändern würde und ja – nicht zuletzt nehme man sich durch den Polesport (wieder) weiblicher,
sinnlicher, sexier wahr und bekäme auch diese Rückmeldungen von außen! Pole als Therapie? Woher kommen diese Aussagen und was macht der Polesport mit uns? Mit unserem Körper – aber eben auch mit
unserem Geist?
Gut ist, wenn es ei Wunder ist!
Scheinbare Schwerelosigkeit, das Überwinden der Gesetze der Schwerkraft, zierliche Körper, die nur so von Kraft strotzen gepaart mit schier unmenschlicher Beweglichkeit. Das alles zeichnet den
Tanz an der Stange aus. Das alles sind Leistungen, die nur mit einem Höchstmaß an Konzentration, Muskelspannung, Rumpfstabilität, Kraft und Flexibilität ausgeführt werden können. Das alles braucht
Zeit und Training, oder wie es eine liebe Freundin einmal formulierte: „Alles ist schwer, bevor es einfach wird.“ Ist dem wirklich so? Betrachtet man die bahnbrechenden Fortschritte von Pole
Sportlern, die allem Anschein nach in kürzester Zeit möglich sind, dann scheint auch dieses Naturgesetz ad absurdum geführt werden zu können.
Zeigt her Eure Füße
Beim Unterrichten von Pole Dance achten Trainer und Trainerinnen (hoffentlich) sehr auf den Aufbau einer Figur, die Stabilität in der Figur selbst, die richtige Hilfestellung beim Erlernen der
Figur und auch darauf, dass unserer Wirbelsäule nichts passiert und dass die sensiblen Halswirbel nicht über die Maßen belastet werden. Stiefkind sind aber häufig unsere Füße! Wie oft kommt es vor,
dass man keine Kraft mehr hat und sich denkt: „Na Hauptsache auf den Füßen landen!“? Per se nicht verkehrt, aber auch die Füße können in Mitleidenschaft gezogen werden.
Kleider machen Leute - oder: "Bettina, pack' deine Brüste ein!"
Obwohl wir Frauen im Training meist unter uns sind, muss ich doch das eine oder andere Mal an den Song von Fettes Brot „Bettina, pack’ deine Brüste ein.“ denken.
Funktionsbekleidung ist in den meisten Sportarten nicht mehr wegzudenken. Beim Laufsport würde es heute wohl kaum mehr jemandem einfallen in Jogginghosen aus Baumwolle an den Start zu gehen.
Sport-BHs und Jazzpants, Yogahosen und Dancewear bekommt man mittlerweile an jeder Ecke. Bei funktioneller Pole-Bekleidung sieht es da noch ein wenig anders aus.
Und wann bin ich Profi?
Am Ende einer Schnupperstunde stellte eine Teilnehmerin, die vorher noch nie an der Pole war, folgende Frage: „Und wenn ich dann den Grundkurs A gemacht habe, dann bin ich Profi, oder? Also
dann kann ich auftreten? Also mir geht es darum! Wozu soll ich den Sport sonst machen, wenn ich ihn nicht so schnell wie möglich vorführen kann, um damit zu beeindrucken.“
Es mag sich jeder denken, was er möchte – tatsächlich brachte mich diese Frage zum Nachdenken. Wann darf man sich als Profi bezeichnen und macht ein Iron X einen Profi aus?
Der Kunde ist nicht immer König
Dienstleistungswüste Deutschland. König Kunde.
Ja. Man bekommt oft eingetrichtert, welche Rechte man als Kunde hat und welche Ansprüche man absolut nonchalant äußern kann, nur um zu erwarten, dass diese mindestens 150%ig erfüllt werden.
Vorgestern bitte. Aber es gibt auch noch die andere Seite. Es gibt auch noch das wertschätzende Verhalten, was als große Überschrift über dem zwischenmenschlichen Handeln stehen sollte. Und auch ein
Kunde hat Pflichten!
Warum nicht jeder die Ästhetik von Pole fotografisch ins
rechte Licht rücken kann
Facebook, Twitter, Blogs und Instagram. Alle sind sie voller Fotos. Egal ob Selfies, Handybilder oder professionelle Aufnahmen - fast jeder postet irgendwo seine Neuigkeiten in Bildform.
Beliebt ist das auch in der Pole-Community. Jeder will zeigen, welchen neuen Trick er gemeistert hat, welche zum Standardrepertoire gehören oder wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Doch es ist nicht
immer leicht aus den ästhetischen Figuren auch ein schönes Bild zu zaubern. Bei einem Pole-Fotoshooting gibt es einiges zu beachten.
FAQ - Alle Angaben ohne Gewähr
Engagierte und enthusiastische Kunden und Kundinnen sind toll. Es macht unheimlich viel Spaß zu sehen, wie sie an Tricks, Drehungen und Figuren arbeiten und sich stetig verbessern, bzw. sich
bemühen eine Verbesserung zu erzielen. Auch das Vertrauen, welches in den Trainer bzw. die Trainerin gesetzt wird, ist toll. Allerdings gibt es auch Situationen, die nicht einfach zu meistern sind.
Immer dann, wenn Garantien für Leistungsfortschritte eingefordert werden, bin ich regelmäßig überfragt und stehe vor der Frage, wie ein Ochs vor dem Berg...
Ach hätte ich doch keine Angst
Den festen Boden unter den Füßen verlieren, sich kopfüber hängend nah über dem Boden zu halten oder zu bewegen, loslassen. All dies wird im Pole-Sport gefordert und auch gefördert und oftmals
kann man einfach nicht in eine Figur gehen, weil einem eine übermächtige Emotion im Weg zu stehen scheint: Die Angst!
Dieser Move ist der Mühe nicht wert
Die Überschrift der heutigen Kolumne ist gleichzeitig auch die Aussage einer lieben Kundin von mir. Sie sieht sich immer zuerst das Bild der „fertigen“ Figur an und entscheidet anhand dieser
gnadenlos, ob sie den Trick erlernen will, oder nicht. Empfindet sie die Figur als nicht schön, dann fällt ohne Zögern das Urteil: „Nö, den finde ich nicht schön. Dieser Trick ist der Mühe nicht
wert!“
Dekadent oder wertvoll?
Warum Poleworkshops so teuer sind
„65 Euro für 1,5 Std. Workshop? Seid ihr wahnsinnig?“
So, oder so ähnlich mögen eure Gedanken sein, wenn ihr zum ersten Mal mit den szeneüblichen Preisen für Workshops mit bekannten und gefragten Pole-Artisten konfrontiert werdet. Dabei sind 65
Euro noch nicht mal wirklich viel...
Aber warum ist das so? Warum sind die Workshops so „teuer“ und ist das überhaupt „teuer“ oder im wahrsten Sinne des Wortes „preiswert“?
Neid erfolglos zugestehen
Natürlich muss es genau umgekehrt lauten: „Erfolg neidlos zugestehen!“ - doch oftmals erscheint es gerade im Polesport andersherum zu laufen.
Tröstlich mag die Tatsache sein, dass diese Berufskrankheit wohl auch im Ballett und am Theater unter Schauspielern vertreten ist und wir uns demnach in bester Gesellschaft befinden.
Stangentanz? Ach, das aus den Stripclubs, oder?
Die Unwissenheit ist der Wahrheit näher als das Vorurteil.
Wladimir Iljitsch Lenin (1870 - 1924), eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow, russischer Revolutionär und sowjetischer Staatsmann
Wer kennt es nicht? Kaum erzählt man, welche Sportart man betreibt, da buchstabiert die Reaktion des Gegenübers schon in gut leserlicher Leuchtschrift: „Ah, eine Stripperin, die arbeitet also
im horizontalen Gewerbe! Wie peinlich (für sie und für mich)!“.
In der Print-Ausgabe des Pole-Art Magazin erschienene Artikel
Oktober 2015
Keep the balance
Ist Zusatztraining zum Polesport notwendig?
Oft werde ich gefragt, ob man denn zusätzlich zum Pole-Training etwas machen könne oder müsse, um mehr Kraft aufzubauen bzw. die Flexibilität zu steigern? Man muss natürlich nicht, aber ein
Ergänzungstraining kann unter Umständen sehr sinnvoll sein.
Juni 2015:
Realistische Motivation
"Aber die anderen!" - Die anderen sind besser, die anderen sind beweglicher, die anderen sind schöner und ich bin schlecht. Wir alle benötigen Anreize und Ziele, es kommt aber immer darauf an,
wo man seine Ziele sieht und wie man sich seine Ziele setzt. Ziele werden heute auch durch soziale Netzwerke und die Fotos und Videos die darin gepostet werden, gesetzt. Sind das dann noch die
eigenen Ziele? Und vor allem: Sind es realistische Ziele?
März 2015:
Haltung bitte! – oder: Manipulation durch Bodyfeedback
Poledance funktioniert nur mit Körperspannung. Punkt. Eigentlich überflüssig diese Tatsache nochmals zu erwähnen. Doch was passiert eigentlich in und mit uns, wenn wir Haltung annehmen? Kann
eine veränderte Körperhaltung auch eine veränderte innere Einstellung mit sich bringen? Bodyfeedback ist das Stichwort, welches eine Erklärung sein mag, warum Poledance so schnell süchtig machen
kann.
Große Erwartungen
Über Erwartungshaltungen und unrealistische Ansprüche
Wer nichts erwartet, kann nie enttäuscht werden! Klingt logisch, ist aber eine sehr nüchterne und auch, wie ich persönlich finde, fast schon eine traurige Einstellung zum Leben an sich.
Zwischen „keinen Erwartungen“ und zu „hohen Ansprüchen“ liegt allerdings eine große Bandbreite. Es ist schön, wenn man träumen kann. Es ist schön, eine lebhafte Phantasie zu haben und oftmals bringt
uns das auch voran. Überzogene Erwartungen können allerdings durchaus dazu führen, dass man in manchen Situationen auch enttäuscht wird oder frustriert zurückbleibt.
Dezember 2014:
Addicted to Pole
Bist Du suchtgefährdet? Eine augenzwinkernde Bestandsaufnahme
Die Polesportler kokettieren gerne und häufig mit der Suchtgefährdung unserer Sportart. Aber kann das sein? Kann man wirklich süchtig werden? Betrachtet man die allgemein gültigen 6
Warnsignale einer Suchterkrankung, so kann man durchaus zu dem Schluss kommen: Wir sind süchtig!
Der Preis des Egos – oder: Wer schön sein will, muss leiden
September 2014. In einem Profikurs passiert es. Ich selbst will noch ein wenig weiter gehen, will zeigen, was man aus der Figur noch entwickeln kann und bei der Bewegung kracht und knackt und
knirscht es laut hörbar. Das Geräusch meiner knackenden Rippen übertönt die Musik im Raum. Ich bekomme einen Schreck, mein Kurs auch. Was ist passiert?
Die Diagnose ist weit weniger interessant, als das, was dahinter steckt. Das Ego-Virus war im Raum!